Coaching & Training
Dr. Johanna-Luise Dörr

Unter gutem Coaching verstehe ich…

…systemisches, lösungsorientiertes und ganzheitliches Coaching unter Einbezug einer biografischen Perspektive, wo diese der Zielerreichung dienlich ist!


Mit dem Gegenüber so zu arbeiten, dass nicht die Erwartung entsteht, ich könnte hilfreiche, Ihrem (Er-)Leben angemessen Ratschläge erteilen, ist mir zentrales Anliegen im Coaching (wie auch in der Supervision). Vielmehr ist für mich fundamental, Sie sowie jene für Sie schwierige(n) Situation(en) zu verstehen und von Ihren Bedürfnissen ausgehend mit Ihnen zu erarbeiten, wo Sie stehen und was Sie erreichen möchten. Statt über Sie zu urteilen, möchte ich in einer vorurteilsfreien, wertschätzenden Atmosphäre auf Augenhöhe mit Ihnen zusammenarbeiten und Ihnen durch Nachfragen dazu verhelfen, den Blick zu öffnen – etwa für alternative Handlungsoptionen, die Perspektive anderer Beteiligter/Systemmitglieder, passendere Strategien und Ihre inneren Ressourcen. Impulse meinerseits können, wo es gewünscht ist, Bestandteil unserer Zusammenarbeit sein. Ebenso wenig wie Ratschläge gehören für mich standardisierte Testverfahren oder Diagnosen zu einem guten Coaching.


Coaching ist ein mitunter herausfordernder, anstrengender Prozess raus aus einem Problemzustand. Ich werde Sie dabei unterstützen, Vergangenes zu reflektieren, eigene Ressourcen zu (re-)aktivieren, neue Perspektiven einzunehmen und Veränderungen einzuleiten. Sie bestimmen bei all dem die Geschwindigkeit und entscheiden über Gesprächsinhalte, auch haben Sie das letzte Wort bei angewendeten Methoden. Gleichzeitig müssen Sie sich bewusstmachen, dass eben auch nichts Neues ohne Ihr Mitwirken entstehen kann. Alles, was Sie im Coaching sagen, alles, was wir besprechen, unterliegt dabei der Schweigepflicht und wird ohne Ihren ausdrücklichen Willen nicht nach außen getragen – dies gilt für Privatpersonen, minderjährige Klient*innen sowie im Unternehmenskontext gleichermaßen.


Ein Coaching kann keine Therapie ersetzen! Oder doch?

Systemisches Coaching beinhaltet viele therapeutische Verfahren, etwa aus der systemischen sowie der Familientherapie, aber auch aus Hypno- und Gestalttherapie sowie dem Psychodrama. Unsere Arbeit kann mithilfe meiner Expertise im Bereich der Sozialisations-, Anerkennungs-, Identitäts- und Biografieforschung durchaus auch vergangenheitsorientiert und erfahrungsfokussiert sein und so viele Schnittstellen zu Therapie aufweisen.


Coaching eignet sich jedoch weniger dort, wo Ursachensuche, eine Diagnose als solche, der Wunsch nach einer Langzeitbegleitung oder (psychoanalytische) Deutungen des eigenen (Er-)Lebens für Klient*innen prioritär sind. Coaching stößt m.E. zudem dort an seine Grenzen, wo es um längerfristige, lähmende Leiden von Klient*innen geht. Anders als zumeist im Kontext von Therapie werden die Kosten für Coaching-Sitzungen nicht von der Krankenkasse getragen, ggf. jedoch vom Arbeitgeber übernommen, zudem sind sie steuerlich absetzbar. Im Rahmen von Coaching erfolgt anders als zumeist im Therapiesetting kein Eintrag in die Krankenakte.


Kurzgefasst: Ich betrachte Sie in Ihrer ganzen Person und bearbeite mit z.T. psychotherapeutischen Verfahren entlehnten Tools Ihr individuelles Anliegen im beruflichen und/oder privaten Kontext mit Ihnen gemeinsam – mit dem Ziel, Sie auf Ihrem Weg zu begleiten. Um etwa Verhaltensweisen zu verstehen und Handlungsmuster unterbrechen zu können, ist oftmals auch der Einbezug einer biografischen Perspektive hilfreich, so können wir Ihre Erfahrungen als wertvollen Schatz für die Zukunft nutzbar machen. Der systemische Blickwinkel ermöglicht es uns, jene für Sie wirkmächtigen Kontexte in ihren Verknüpfungen und (scheinbaren) Widersprüchlichkeiten einzubeziehen und lösungsorientiert zu arbeiten. Sie bleiben Expert*in Ihres Themas. Ziel der Coaching-Sitzung(en) ist es, Ihnen dies (wieder) vor Augen zu führen und Sie mit Blick auf die eigene, ungewisse Zukunft als Einzelperson, als Paar oder Team handlungsfähig zu machen.